Artischocke – Kräftige Kulturpflanze

Artischocke

Die Artischocke ist der Blütenkopf einer distelartigen, kräftigen Kulturpflanze aus der Familie der Korbblütengewächse.

Herkunft der Artischocke

Die sehr frostempfindliche Artischocke stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Sie waren bereits im alten Ägypten als Diätmittel bekannt und die Römer beschrieben sie als Nahrung der Reichen. Sie ist aber ebenso auf den Kanarischen Inseln und in Südamerika beheimatet.

Artischocke – der Anbau

Hauptanbaugebiete sind heute Italien, Spanien, Ägypten, Argentinien und Frankreich. Aus einem kräftigen Wurzelstock treibt innerhalb von 2 Jahren ein bis zu 2 m hoher Stengel, auf dem sich große Blattrosetten bilden. Die bestachelten Blätter sind stiellos, mehrfach fiederschnittig, oben grün und von unten etwas heller bis weißlich. Die Blütenköpfe sind faustgroß. Ihre mehrschichtigen, schuppenartigen Hüllblätter spitzen sich nach oben hin zu. Unten bilden sie einen fleischigen Boden, der als Gemüse verwendet wird.

Zubereitung – Artischocke

Artischocken müssen gekocht werden. Eßbar sind die Blütenböden und der fleischige, untere Teil der Schuppenblätter, die nach dem Garen abgezupft und ausgelutscht werden können. Artischockenböden (auch Artischockenherzen) haben einen herben bis zartbitteren Geschmack.

Wirkung

Artischocken wird eine appetitanregende, verdauungsfördernde und blutreinigende Wirkung zugeschrieben. Der in ihnen enthaltene Bitterstoff Cynarin regt den Stoffwechsel von Leber und Galle an. Außer als Gargemüse werden ihre Blätter in Säften, Tee, Trockenextrakten und Tinkturen verwendet. Ihre medizinische und diätetische Wirkung wird auf den Gehalt an speziellen Flavonoiden und Chinasäurederivaten zurückgeführt.